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Case Study - Miba

Branche:Automotive
Produkte:Sinterformteile, Gleitlager, Reibbeläge
Mitarbeiter:5800

Miba: Paletten unter voller Beobachtung

Je größer ein Produktionsstandort, desto komplexer die Organisation. Deswegen arbeitet auch der Industrie Informatik Kunde und Automotive-Zulieferer Miba Steeltec in Vráble (Slowakei) unter anderem an der Verbesserung der Transporte von Waren, die innerhalb der Produktionshallen im Umlauf sind.

Miba Steeltec verbessert Transporte in der Produktion

MES-Software cronetwork bei Miba

Nachdem vor zwei Jahren das Modul zur Betriebsdatenerfassung (BDE) an den PC-Terminals installiert wurde, folgte nun auch die organisatorische Aufrüstung in Form einer digitalisierten Transportsteuerung. Dafür wird ein cronetwork Modul, das bereits seit 2012 in der Produktion der Miba Sinter Austria in Vorchdorf eingesetzt wird, verwendet. Es regelt den Warentransport vom ersten Arbeitsschritt bis zur Verpackung.

An den PC-Terminals werden die Paletten, in denen die zu bearbeitenden Teile eingeordnet sind, mit Warenbegleitscheinen versehen. Darauf befindet sich ein Barcode, durch den die Paletten klar identifizierbar werden. Über das System erhält der Staplerfahrer den Auftrag, die Palette abzuholen und an einen bestimmten Ort zu bringen. Das kann ein Regal zur Zwischenlagerung sein oder aber der nächste Arbeitsplatz. Dafür scannt der Fahrer bei Abholung den Barcode ein und bestätigt nach dem Transport, die Erledigung des Auftrags.

Geordneter Ablauf


„Täglich werden in der Steeltec nun bis zu 370 Paletten erfasst und bis zu 520 Transportaufgaben bearbeitet.“

Dipl.-Ing. (FH) Klaus Lohninger, 
Projektleiter, Miba AG

Das System bringt viele Vorteile, wie Projektleiter Klaus Lohninger erklärt: „Alle Transporteinheiten sind im System erfasst. Somit kann jederzeit der aktuelle Status abgefragt werden. Es ist kein hin und her telefonieren mehr nötig und es kann keine Palette vergessen werden. Das System garantiert außerdem das First-in-First-out Lagerprinzip, bei dem die Palette, die zuerst eingelagert wurde, auch zuerst wieder entnommen wird. Dieses Verfahren verhindert, dass Waren lange am Stellplatz stehen.“ ​

cronetwork zeichnet automatisch Daten wie Position und Transportzeiten der Paletten auf. Aus den Auswertungen der Berichte können wiederum weitere Optimierungsschritte abgeleitet werden. Während die Arbeitsschritte früher oft manuell abgewickelt wurden, schließt das System heute Fehlerquellen aus und sorgt für einen geordneten Ablauf. Durch die Zeitersparnis bei der Verwaltung von Fertigungsaufträgen, des Materialflusses und die Organisation von Transporteinheiten, können rund 18.600 Euro jährlich eingespart werden.

Kollaboration als Erfolgsrezept

Für die Umsetzung holte sich das Team der Miba Steeltec die Miba IT zur Unterstützung. Das Team stand vor der Herausforderung, die doch recht unterschiedlichen Anforderungen der Einsatzbereiche von mechanischer Bearbeitung, Nacharbeit bis hin zur Fremdarbeit optimal aufeinander abzustimmen und wo nötig, das System und Prozesse anzupassen. „Die Flexibilität der Mannschaft vor Ort war wirklich großartig“, so die IT-Mitarbeiter Klaus Lohninger und Dominik Jell, die während des Projekts viel Zeit in Vráble verbrachten. In einer Projektlaufzeit von acht Monaten wurden die Prozesse erhoben, Schritte zur Einführung definiert, Konfigurationsarbeiten abgeschlossen und Schulungen durchgeführt. „Dank der guten Zusammenarbeit haben wir binnen kürzester Zeit eine optimale Lösung für unsere Problemstellung gefunden“, freut sich Klaus Lohninger über den erfolgreichen Projektabschluss.

Ablauf eines Transportauftrags mit cronetwork

Miba: Transportauftrag mit cronetwork

 

 

  1. Die Ware wird am BDE-Terminal registriert.
  2. Ein Warenbegleitschein mit Barcode wird an der Palette angebracht. 
  3. Der Staplerfahrer erhält den Transportauftrag auf sein mobiles Gerät. 
  4. Mit dem Einscannen des Barcodes bucht der Staplerfahrer den Auftrag für sich ein und transportiert die Einheit zum vorgegebenen Regal oder Arbeitsplatz. 
  5. Der Staplerfahrer bestätigt die Ausführung des Auftrags. Mit einem Blick ins System ist ersichtlich, wo die Ware herkommt, wie lange sie dort war und wo sie gerade ist.

 

Bilder: © Miba AG

Autoren: Lisa Lichtenegger, Klaus Lohninger, Miba AG

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