Das breite Spektrum der Fertigungsdigitalisierung
Anforderungen an MES-Lösungen und die Rolle von Fertigungsplattformen
Die Digitalisierung in der Fertigung stellt Unternehmen vor vielfältige Herausforderungen. Der Wandel erfolgt in rasantem Tempo, und die Anforderungen sind so heterogen wie die Produktionslandschaften selbst.
Begriffe wie IIoT, No Code, KI oder Security prägen die Diskussion – doch was bedeutet das konkret für Unternehmen, und wie können MES-Lösungen (Manufacturing Execution Systems) und Fertigungsplattformen dabei unterstützen?
Erfahren Sie im Artikel, welche Strategien und Technologien den Weg zur Smart Factory ebnen.
Die Komplexität der Fertigungsdigitalisierung
Die Fertigung war schon immer eine bunte Welt mit verschiedensten Anforderungen. Technische und betriebswirtschaftliche Heterogenität sowie proprietäre Schnittstellen sind dabei keine neuen Themen, haben aber durch den zunehmenden Einsatz von Digitalisierung an Bedeutung gewonnen.
Zuletzt kamen weitere, tiefgreifende Trends hinzu, auf die Fertigungsunternehmen – insbesondere im DACH-Raum – reagieren müssen:
- Digitalisierung und Smart Factory: Die intelligente Vernetzung von Maschinen und Systemen schafft völlig neue Möglichkeiten der Automatisierung und Effizienzsteigerung.
- Nachhaltigkeit und CO₂-Reduktion: Produktionsprozesse müssen energieeffizienter, ressourcenschonender und umweltfreundlicher werden.
- Künstliche Intelligenz und Datenanalyse: KI-gestützte Systeme optimieren Planung, Wartung und Qualitätskontrolle in Echtzeit.
- Fachkräftemangel und Automatisierung: Cobots (kollaborative Roboter) und robotergestützte Fertigungsprozesse sind mögliche Bausteine, um personelle Engpässe zu kompensieren und Produktionskapazitäten abzusichern.
- Resiliente Lieferketten: Globale Unsicherheiten machen eine transparente, digital gestützte Supply Chain unverzichtbar.
- Mass Customization: Kundenindividuelle Produkte in Losgröße 1 müssen effizient und fehlerfrei gefertigt werden können.
- Cybersecurity & Regulatorik: Die Absicherung von IT- und OT-Infrastrukturen sowie die Einhaltung neuer gesetzlicher Vorgaben gewinnen an Bedeutung.
Produktionsumgebungen müssen Schritt für Schritt smarter, vernetzter und resilienter werden, um diesen Herausforderungen zu begegnen.
Anforderungen an moderne MES-Lösungen
Eine zukunftsfitte MES-Lösung bzw. Fertigungsplattform muss sich diesen Anforderungen stellen und neben bewährten Funktionalitäten rund um Fertigungsfeinplanung, Traceability, Betriebs-, Maschinendatenerfassung, Personalplanung usw. auch folgende Kernaufgaben erfüllen:
Die Rolle der Fertigungsplattform cronetworld
Ein zentrales Querschnittsthema im Rahmen dieser Anforderungen ist die Interoperabilität: Für anspruchsvolle, übergreifende Lösungsszenarien ist es notwendig, Informationen und Funktionen verschiedenster Datenquellen wie Sensoren, ERP-, SCADA- oder PLM-Systeme mittels etablierter Standards aus Standardanwendungen zu exponieren und diese dann mit geeigneten Technologien zu neuen maßgeschneiderten, systemübergreifenden Funktionen bzw. Abläufen zu vernetzen.
Die 360° Fertigungsplattform cronetworld bietet hier durch die Unterstützung gängiger Standards wie OPC UA, REST-API oder MQTT eine zukunftsfähige Integrationsplattform, die Datensilos auflöst und vernetzte Wertschöpfung ermöglicht.
cronetworld der Industrie Informatik erweitert somit das klassische MES mit seinen erprobten Standard-Funktionalitäten, durchdachten Datenstrukturen und bewährter Stabilität, um zusätzliche Funktionen und Oberflächen, die eine nahtlose Integration in die Fertigungslandschaft ermöglichen.
Sie bietet:
- Technologien für maßgeschneiderte Workflows und Oberflächen sowie umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten im Standard
- Maximale Interoperabilität dank offener Schnittstellen- und Kommunikationsebene, um umfassende Lösungen „aus einer Hand“ zu realisieren
- Erweiterungen durch Add-ons, die spezifische Anforderungen adressieren, ohne die Kernfunktionalität des MES zu beeinträchtigen
Die Kombination aus einer bewährten MES-Lösung wie cronetwork, der Flexibilität von cronetworld und starken Technologiepartnern für ein digitales Ökosystem schafft die Grundlage für eine zukunftssichere Fertigungsdigitalisierung.
“cronetwork MES von Industrie Informatik hat bei uns am Ende vor allem durch seine extreme Systemoffenheit überzeugt. Diese Offenheit in Kombination mit Orchestra als Service Bus ermöglicht uns den Aufbau einer verteilten Shopfloor-Landschaft, in der wir den MES-Standard durch den Einsatz von Drittprodukten, die wir nach dem Prinzip des Best-of-Breed-Ansatzes ausgewählt haben, ergänzen können.”
Marco Kugel, Teamleitung – Smart Factory Solutions, Festool
Systemübergreifend denken & agieren
Im Sinne des Best-of-Breed-Ansatzes können Industrie Informatik User das Beste aus allen Welten in einer integrativen, leistungsstarken Fertigungsplattform vereinigen und somit verschiedene Systeme, Technologien und Anwendungen in EINER Systemlandschaft orchestrieren.
Zu diesem Zweck setzt Industrie Informatik auf sorgfältig ausgewählte Technologiepartner in den Bereichen Maschinenanbindung, Manufacturing Service Bus (MSB), Low-Code Development, Time-Series & Time-Series Analytics, BI & Big Data, SCADA/HMI, DNC, Werkzeugverwaltung, Process Mining, Maßnahmenmanagement, Enterprise Expertise und Energiemanagement.
Diese einzigartigen Best-of-Breed-Lösungen ermöglichen maßgeschneiderte Anwendungen für die User.
Solution Store
Ein entscheidender Vorteil in diesem Kontext ist auch der Industrie Informatik Solution Store. Ähnlich wie ein App Store oder Online-Shop bietet er direkten Zugriff auf eine Vielzahl praxiserprobter und optimierter Best-Practice-Lösungen. Diese können mit nur wenigen Klicks installiert und sofort genutzt werden. Dadurch profitieren Unternehmen von bewährten Lösungen, ohne zeit- und kostenintensive Neuentwicklungen vornehmen zu müssen.
Beispielsweise umfasst der Solution Store digitale Fertigungsbausteine in den folgenden Bereichen:
Produktionsplanung und -steuerung (Feinplanung & APS):
Die Nutzung vorgefertigter Lösungen aus dem Solution Store ermöglicht eine sofortige Optimierung der Planungsprozesse, was zu einer höheren Effizienz und besseren Ressourcenauslastung führt. Darüber hinaus stehen Analysetools zur Verfügung, die die Einsatzmöglichkeiten des cronetwork Optimizers verifizieren und Potenziale schon vor der Einführung aufzeigen.
Standardisierte BDE-Lösungen sorgen für eine umfassende Erfassung und Analyse von Betriebsdaten, wodurch eine präzise Überwachung der Produktion ermöglicht wird. So sorgt beispielsweise das hybride Terminal für eine Plug&Play-Implementierung der Datenerfassung am Shopfloor. Dabei kann die Solution sofort eingesetzt oder durch No-Code-Erweiterungen im Standardmeldeablauf einfach an individuelle Bedürfnisse angepasst werden.
Mit den im Solution Store verfügbaren FQS-Lösungen (Fertigungsbegleitende Qualitätssicherung) können Qualitätskontrollen standardisiert und optimiert werden, was zu einer signifikanten Reduzierung von Produktionsfehlern führt und die Integration von Prüfplänen am Shopfloor so einfach wie noch nie gestaltet.
“Der cronetwork Solution Store stellt eine bedeutende Innovation für die Fertigungsindustrie dar, indem er die Implementierung und Anpassbarkeit von cronetwork als MES vereinfacht und beschleunigt.
Durch den Zugriff auf erprobte Best-Practice-Lösungen können Unternehmen die Projektierungszeit enorm reduzieren, Kosten sparen und ihre Produktionsprozesse standardisiert optimieren.
Mit dem Solution Store von Industrie Informatik können Fertigungsunternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil erzielen und ihre Effizienz und Qualität nachhaltig steigern.”
Wolfgang Haginger, Head of Sales
Die intelligente Verbindung von Daten, Systemen und Prozessen ist kein Zukunftsthema mehr – sondern der Schlüssel zur heutigen Wettbewerbsfähigkeit in der Fertigung.
Mit einem offenen Architekturansatz und dem Best-of-Breed-Prinzip schaffen die Smart-Factory-Lösungen von Industrie Informatik die Basis für eine vernetzte, leistungsstarke und anpassungsfähige Produktionswelt, die Unternehmen bei aktuellen und zukünftigen Herausforderungen unterstützt – ohne Vendor-Lock-in-Effekt.