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Gestalter im Mechatronik Cluster

Im Gespräch mit MC-Beitratsmitglied Bernhard Falkner
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Als führender MES-Hersteller leistet Industrie Informatik einen aktiven Beitrag zur Marktaufklärung rund um die Themen Digitalisierung, Industrie 4.0, Smart Factory und IIoT.  Seit Jahren begleiten das Linzer Softwarehaus als Mitglied im Mechatronik Clustern verschiedene Netzwerkaktivitäten; seit 2019 ist Dipl.-Ing. Bernhard Falkner, CTO Industrie Informatik GmbH, im Beirat des Mechatronik-Clusters aktiv tätig. Als einer von 16 namhaften Unternehmern und Wissenschaftlern im Beirat des MC-Cluster gewährleistet er, dass die Cluster-Aktivitäten möglichst nah an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausgerichtet werden.

 

Herr Falkner, Sie sind seit 2019 Beirat im Mechatronik-Cluster. Welche Themen möchten Sie als Beirat im Netzwerk vorantreiben?

Durch meine HTL-Ausbildung als Elektrotechniker und mein Studium der technischen Physik, habe ich einen starken Bezug zu den Themen der Mechatronik, welche per Definition das Zusammenspiel von Maschinenbau, Elektronik und IT beschreibt. Die fortschreitende Digitalisierung hat nun vor allem der IT wesentlich mehr Gewicht gegeben. Unser Unternehmen beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren mit diesen Themen. Hier möchte ich meine Erfahrung einbringen und diese Entwicklung unterstützen.

 

Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie für die Branche (Stichwort Digitalisierung, Fachkräftemangel usw.)?

Die Fertigung von heute ist zunehmend von Digitalisierung geprägt. Mechatronik stellt hier ein wichtiges Fundament dar und dient sozusagen als Enabler für Digitalisierungsmaßnahmen. Kurz gesagt: Ich sehe die Mechatronik-Branche als abgesichert und absolut zukunftsträchtig.

Herausforderungen ergeben sich in der Entwicklungsgeschwindigkeit und der Sicherstellung von zuverlässigen und sicheren Prozessen, die am Ende des Tages aber auch noch flexibel bleiben müssen. Dafür brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte in den Bereichen der Elektronik, Maschinenbau und IT. Digitalisierungsbestrebungen werden den Fachkräftemangel weiter zuspitzen.

 

Hätten Sie Lösungsansätze um die Herausforderungen optimal bewältigen zu können?

Wichtig ist eine Ausbildungsoffensive im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). In Zeiten des technischen Fortschritts und der Digitalisierung braucht es aber auch mehr gesellschaftliche Akzeptanz für Technik denn je. Daran müssen wir arbeiten. Dass sich Anforderungsprofile an Fachkräfte verändern war auch in der Vergangenheit so und muss durch Qualifizierungsmaßnahmen unterstützt werden.

 

Wo sehen Sie den Cluster in 3 Jahren?

Die ausgezeichnete Arbeit des Mechatronik-Clusters in den vergangenen Jahren, stellt auch den Erfolg für die kommenden Jahre sicher. Wenn wir genügend Flexibilität für die bereits beschriebenen Herausforderungen an den Tag legen, setzt sich dieser Erfolgsweg fort.

 

Was ist Ihnen als Beirat im Mechatronik-Cluster wichtig?

Die noch stärkere Positionierung der IT im Mechatronik Umfeld ist mir ein besonderes Anliegen, weil ich hier sehr viel Potenzial sehe. Außerdem stellen Ausbildungsoffensiven einen wichtigen Faktor für den Erfolg des Technik-Standorts Oberösterreich dar. Ich freue mich, hier meinen Beitrag leisten zu können.

 

Welche positiven Aspekte nehmen Sie aus dem Lockdown mit bzw. lassen sich daraus für  Industrie Informatik ableiten?

Die Industrie befindet sich in einer Ausnahmesituation und die Wirtschaft wurde aufgrund des Lockdown auf den Kopf gestellt. Doch einer Sache sind wir uns sicher: Mehr denn je, sollten sich Unternehmen damit auseinandersetzen, ihre Fertigung nachhaltig zu digitalisieren, um auch in Krisensituationen wie diesen abgesichert zu sein.

“Die noch stärkere Positionierung der IT im Mechatronik Umfeld ist mir ein besonderes Anliegen, weil ich hier sehr viel Potenzial sehe.”

Bernhard Falkner, Chief Technology Officer Industrie Informatik GmbH, und Beiratsmitglied im Mechatronik-Cluster