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Im Interview: Eckhard Winter

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Mit Jahresbeginn 2019 wurden einige strukturelle Veränderungen bei Industrie Informatik bekanntgegeben. Eckhard Winter ist seither für die Bereiche ‚Business Development‘ und ‚Strategic Alliance‘ verantwortlich. Wir haben mit ihm über seine neue Rolle und was sich hinter diesen beiden Begriffen verbirgt, gesprochen:

 

Wir spüren seit geraumer Zeit einen grundlegenden Wandel der Anforderungen im industriellen Marktumfeld. Um dieser hohen Dynamik auch in Zukunft gerecht zu bleiben, sind wir als spezialisierter MES-Anbieter gefordert, mit unserem Leistungsportfolio verstärkt in die Breite zu gehen. Vor allem funktional standen wir hier vor der Entscheidung, diesen Weg exklusiv und im Alleingang zu beschreiten, oder aber auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen zu setzen, die unser Produktportfolio nahtlos ergänzen, ohne dabei Vorteile wie beispielsweise unsere einzigartige Releasepolitik in Frage zu stellen. Vor allem in diesen ‚Strategic Alliances‘ sehen wir großes Potenzial, für dessen Ausschöpfung ich in meiner neuen Funktion Sorge tragen werde.

 

Nicht minder wichtig erachte ich meine zweite neue Aufgabe. Dazu möchte ich eingangs Folgendes anmerken: ‚Gesunder Wettbewerb unterstützt die Aufklärung eines Marktes und sorgt dafür, dass Entscheidungen auf Basis fundierter, breiter Grundlagen getroffen werden‘. Mit der Position ‚Business Development‘ unterstreichen wir den Industrie Informatik Pioniergedanken, weiterhin Markttrends zu erkennen und im Kundensinne zu realisieren. Dazu haben wir verschiedenste Maßnahmen ins Auge gefasst und bereits zum Teil realisiert. So positionieren wir uns verstärkt in den Bereichen der Forschung und Lehre. Studenten soll der Zugang zu einem breiteren Wissen rund um das Thema Manufacturing Execution Systems ermöglicht werden. In Kooperationen mit ausgewählten Hochschulen, setzen wir bereits auf die praxisnahe Vermittlung unserer Themen. Zudem stehen wir in engem Austausch mit unserer User-Community, um hier ein noch konkreteres Bild zu entwickeln, was man sich in Zukunft von uns als MES-Anbieter erwarten darf. Aus all diesen und weiteren Maßnahmen entwickelt sich mit der Zeit ein Kreislauf, der einerseits unsere Bekanntheit stärkt und andererseits als wichtiger Indikator für unsere weitere Entwicklung dient.

 

Mit mehr als 25 Jahren Branchenerfahrung und einem breit aufgestellten Netzwerk sind Sie bestens für die neuen Herausforderungen gerüstet. Welche konkreten Maßnahmen planen Sie bereits?

 

Zu Beginn wird es notwendig sein, sich im Bereich ‚Strategic Alliance‘ einen ganzheitlichen Überblick über die innovativen und leistungsstarken IT-Landschaften von heute zu verschaffen und diese in Abgleich mit den User-Anforderungen zu bringen, um unseren Kunden den Zugang zu unseren Digitalisierungsthemen zu erleichtern. Unter anderem werden wir, wie bereits erwähnt, mit der Forschung und Lehre in den Dialog treten und anschließend eine Informationsdrehscheibe etablieren, die die Wissensbereiche cronetwork User, Forschung & Lehre und Verbände miteinander verzahnt und deren Know-how bündelt.

 

Danach gilt es, auf dieser Basis geeignete Lösungsanbieter auszuwählen, deren produkttechnische und visionäre Philosophie stimmig mit der Unseren ist, und die strategischen Bahnen für zukunftsträchtige Partnerschaften zu legen.

 

Im Bereich ‚Business Development‘ geht es vereinfacht gesagt um EINE essenzielle Sache: Präsenz zu zeigen! Im Vordergund steht für mich jedoch nicht, die Werbetrommel für Industrie Informatik zu rühren, sondern mit qualitativer Überzeugungsarbeit auf unsere Kernthemen hinzuweisen.

 

Mit der Übernahme dieser neuen Aufgaben geht ein weiterer, großer Schritt einher. Sie haben Ihre Funktion als Geschäftsführer übertragen. Was war der Hintergrund dieser Entscheidung?

 

Nun, auf jeden Fall möchte ich mich mit voller Aufmerksamkeit und Konzentration meinen neuen Aufgabengebieten widmen. Besonders wichtig war es mir jedoch, dem Unternehmen frühzeitig die Möglichkeit zu bieten, die Organisations- und Führungsstruktur auf die Zukunft auszurichten. Aus Überzeugung habe ich diese Verantwortung an meine Nachfolger übertragen. Meine bisherigen vertrieblichen Agenden sind an Bernd Steinbrenner übergegangen, der mit seiner langjährigen, internationalen Erfahrung in der IT-Branche viel frischen Wind in das Unternehmen bringt. Die Funktion des Vorsitzenden der Geschäftsführung bekleidet mit Markus Zalud ein Kollege, der mit seinem Führungsbackground im industriellen Umfeld, die Geschicke von Industrie Informatik ausgezeichnet weiterlenken wird. Nichtsdestotrotz habe ich auch in Zukunft stets ein offenes Ohr für unsere geschätzten Kunden, sowie für alle Mitarbeiter, die zum tollen Erfolg von Industrie Informatik beitragen.

 

Möchten Sie an dieser Stelle noch ein paar Worte an Ihre beiden Nachfolger Markus Zalud und Bernd Steinbrenner richten?

 

Ich bin mir sicher, dass beide ihre Fähigkeiten bestmöglich in das Unternehmen einbringen können, hierbei ihren zwischenmenschlichen und kommunikativen Stärken treu bleiben und gesuchte Ansprechpartner für ihre Mitarbeiter sind. In diesem Sinne wünsche ich ihnen das Allerbeste für ihre neuen Aufgaben und Herausforderungen und vor allem, dass diese stets in Balance mit ihrem persönlichen Leben und den damit verbundenen Zielen stehen.

 


Zum Abschluss: wie denken und hoffen Sie, werden sich diese Veränderungen für Sie persönlich in naher Zukunft auswirken?

 

Ich arbeite daran, durch die kontinuierliche Weitergabe von Verantwortung, mehr Zeit und Muße für meine Hobbys zu gewinnen. Dieser Prozess ist stark motivierend für mich, weil ich weiß, dass wir gemeinsam die richtigen Entscheidungen getroffen haben und die erfolgreiche Weiterentwicklung der Industrie Informatik GmbH und ihrer Mitarbeiter gesichert ist.

 

Vielen Dank!

DI (FH) Eckhard Winter über seine neuen Aufgaben in den Bereichen ‚Business Development‘ und ‚Strategic Alliance‘