MES trifft Fertigungsplattform

MES trifft Fertigungsplattform

Aus Services werden individuelle Lösungen
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MES-Lösungen sind entscheidende Instrumente am Weg zur vernetzten Fertigung und bilden die stabile Basis für die Abwicklung digitaler Produktionsprozesse. Integrative Fertigungspattformen gewinnen als Bestandteil einer Smart Factory und als wichtiger Enabler für mehr Kundennutzen ebenfalls weiter an Bedeutung.

Mit dem Ziel ausgestattet, vertikale und horizontale Integrationen für die Unternehmen ressourcenschonend zu realisieren, schaffen sie damit noch nie dagewesene Möglichkeiten und Optimierungspotenziale im Bereich einer digitalisierten Produktion!

Für die Experten des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) steht außer Frage, dass ein verschärfter Wettbewerb auf internationalem Parkett eine kontinuierliche Optimierung der Wertschöpfungsprozesse erfordert. MES-Lösungen seien dabei wichtige Werkzeuge auf dem Weg zu einer Smart Factory und zur vernetzten Fertigung, heißt es in dem VDMA-Papier mit dem Titel ‚Mehrwert durch Software‘. Ausgestattet mit umfangreichen Funktionalitäten, werden sie zu einem zentralen Dreh- und Angelpunkt in der Fertigung und können dadurch gesamtheitliche Prozesse abbilden und optimieren. Fakt ist auch: Softwaresysteme, Technologien und Anwendungen kämpfen um ihren festen Platz in der Wertschöpfungskette! Der Anwender selbst ist mit all dem schnell überfordert und sucht nach standardisierten Best-of-Breed Lösungen, die eine zeitnahe Integration unterstützen. An dieser Stelle kommt die Fertigungsplattform ins Spiel.

 

Fertigungsplattform orchestriert MES-Services uvm.

Vorweg gilt es zu sagen, dass sich an der zentralen Rolle des MES-Systems nichts ändert. Eine Öffnung nach außen ist allerdings unweigerlich notwendig, denn die Prozesse einer Smart Factory werden immer flexibler, die Anzahl an IIOT-Devices wächst rasant an und der Austausch über Schnittstellen alleine ist schlichtweg nicht mehr zu bewältigen. Innovative Anbieter geben ihren Usern daher schon heute die Möglichkeit, ihre MES-Services aufgrund moderner Kommunikationstechnologien individuell in ihre eigene Systemlandschaft zu integrieren. Eine zukunftsfähige Fertigungsplattform stellt sich diesen Aufgaben, um all die nötigen (Einzel-)Komponenten zusammenzuführen und zu ‚orchestrieren‘.

In der Studie ‚Plattformökonomie im Maschinenbau’ des VDMA, Deutscher Messe und Roland Berger heißt es weiter: „In Verbindung mit IoT-Technologien bieten digitale Plattformen die Möglichkeit, Maschinen und Anlagen zu vernetzen und digitale Services mit Skaleneffekten zu nutzen.“ Wichtig ist hier, dass Unternehmen darauf achten, möglichst viel Standard-Software und -technologien einzusetzen, damit einerseits die Zeit bis zur reifen Lösung verkürzt werden kann und andererseits einzelne Komponenten austauschbar bleiben. Einer Vendor Lock-in-Situation – also der Abhängigkeit von einzelnen Anbietern – kann somit vorgebeugt werden.

 

Vollständige Integration als oberstes Ziel

Eine Fertigungsplattform muss also immer das Ziel verfolgen, vertikale und horizontale Integrationen für die Unternehmen ressourcenschonend zu ermöglichen und somit noch nicht dagewesene Möglichkeiten zu offerieren. Optimierungspotenziale, die sich daraus ableiten lassen, sind vielseitig. Ein Beispiel ist hier ‚Realtime-Integration‘, also die Echtzeitintegration von Daten und Funktionen. Eine Fertigungsplattform wie cronetworld ermöglicht die Zusammenführung und Orchestrierung aller produktionsrelevanten Softwaresysteme, Technologien und Anwendungen zu einem homogenen Ganzen. Grundvoraussetzung dafür ist ein einheitliches, systemübergreifendes User Interface und natürlich, wie bereits erwähnt, eine offene Schnittstellen- und Kommunikationsebene des zentral angesiedelten MES, um die problemlose Anbindung peripherer und fremder Systeme zu ermöglichen.

 

Verbesserte Nachvollziehbarkeit von Prozessen

Eine wesentliche Grundlage für den Erfolg einer Fertigungsplattform sind die angewandten Basistechnologien. Während das MES mit seinen erprobten Standard-Funktionalitäten und durchdachten, bewährten Datenstrukturen die notwendige Stabilität liefert, braucht es auf dem Weg zur Smart Factory allerdings neue Technologien und Anwendungen, um die notwendige und uneingeschränkte System­integration zu ermöglichen. So schafft beispielsweise ein leistungsstarker Service Bus die Basis für Realtime-Integration und somit EIN System zur Nutzung von Daten und Funktionen aller Shopfloor-Anwendungen. Daraus entsteht eine erheblich verbesserte Nachvollziehbarkeit von Prozessen über mehrere Systeme hinweg – inklusive Steuerungs- und Monitoring-Möglichkeiten. Ein weiterer Vorteil der Service Bus Technologie ist die Tatsache, dass sie bestens sowohl für die horizontale Integration (z.B. Kommunikation mit PLM) als auch für die vertikale Integration (z.B. OPC-UA, S7, MQTT, M2M – und Edge-Funktionen) geeignet ist.

Unter Anwendung leistungsstarker Kernsysteme (MES) und den richtigen Integrations- und Kommunikationstechnologien kann eine Fertigungsplattform wie cronetworld also ihre Muskeln spielen lassen. An dieser Stelle sei auch das erfolgreiche Wechselspiel zwischen Standard-Software und Individualisierungsmöglichkeiten genannt. Indem Standard-Funktionen in einzelne Services zerlegt werden, welche sich wiederum mit anderen Services kombinieren lassen, schafft man die Grundlage, hoch individuelle Lösungen zu gestalten. Beispielhaft sind an dieser Stelle die Bestrebungen der Fertigungsindustrie im Zuge ihrer Digitalisierungsstrategie rund um das Thema ‚Low-Code-Development‘ genannt. Diese Technologie erlaubt trotz geringerer Entwickler-Skills qualitative, unternehmensspezifische Applikationen schnell und einfach zu entwickeln.

 

„Mit Low-Code Digitalisierung praxisnah realisieren

„Unsere VisionX Low-Code-Plattform ermöglicht die flexible Erweiterung, Individualisierung und Integration der Fertigungsplattform ‚cronetworld’ in einer bestehenden Systemlandschaft“, sagt Roland Hörmann, CEO des Low-Code-Anbieters SIB Visions. „User können Web- und native mobile Applikationen erstellen, welche Excel Sheets, manuelle Prozesse und Dateneingaben ersetzen, oder bestehende Systeme standortübergreifend verbinden, Dashboards erstellen oder Use-Case-spezifische Formulare statt komplexer ERP-System-Masken bereitstellen. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. All das kann von IT-affinen Mitarbeitern erledigt werden, ohne auf erfahrene Softwareentwickler zurückgreifen zu müssen“, so Hörmann weiter. Ob Low-Code- und No-Code-Lösungen für die Innovationsfähigkeit einer Plattform und den Kundennutzen von Bedeutung sind, ist sehr stark von den Kundenbedürfnissen sowie von der Herangehensweise und dem Personal abhängig. Wenn sich individuelle Anforderungen per No-Code lösen lassen, dann ist dies hinsichtlich Transparenz der Lösung und der Implementierungsgeschwindigkeit ein massiver Vorteil.

„Low-Code ist immer eine Lösung, um Digitalisierung praxisnah durch die im Unternehmen handelnden Personen zu realisieren – statt endloser Diskussionen am grünen Tisch mit wenig greifbaren Ergebnissen“, so Roland Hörmann weiter. „Damit verlieren Unternehmen nicht den Anschluss in der agilen und digitalen Welt und können zudem die Wettbewerbsvorteile ausbauen.“ Die Vorteile von Low-Code liegen für ihn in der Geschwindigkeit und Flexibilität der Digitalisierung und in der Prozess-Automatisierung durch Web- und mobile Applikationen.

Das aber Low-Code-Lösungen in Zukunft gar die traditionelle Softwareentwicklung ersetzen können, glaubt Hörmann nicht: „Die klassische Softwareentwicklung wird immer notwendig sein, um komplexe oder spezifische Anforderungen umsetzen zu können.“

 

Conclusio

Ein leistungsstarkes MES im Kern, zukunftsfähige, bewährte und integrative Technologien als Brückenbauer und Anbieter, die wissen wovon sie reden: Die Fertigungsplattform der Zukunft ist bereits in der Realität angekommen und somit der wesentliche Erfolgsfaktor einer Smart Factory!

 

 Wichtig ist, dass Unternehmen darauf achten, möglichst viel Standard-Software und -technologien einzusetzen, damit einerseits die Zeit bis zur reifen Lösung verkürzt werden kann und andererseits einzelne Komponenten austauschbar bleiben.
Einer Vendor Lock-in-Situation – also der Abhängigkeit von einzelnen Anbietern – kann somit vorgebeugt werden.

Die Fertigungsplattform cronetworld als Dirigent von MES-Services und mehr!

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